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Bei der Mitgliederversammlung am 18. Dezember in Köln wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Leider nicht mehr kandidiert hat Dr. Tuba Isik. Wir danken ihr ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit der zurückliegenden Jahre. Sie ist Gründungsmitglied des AmF und war von Beginn an (2009) im Vorstand. Im Laufe ihrer Tätigkeit hat sie die Interessen muslimischer Frauen auf höchster politischer Ebene vertreten, hat für das AmF auf zahlreichen Veranstaltungen gesprochen, Artikel geschrieben und auf Podien gesessen. Wir freuen uns, dass sie uns auch außerhalb des Vorstandes als sachkundige Beraterin weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.

Neu im Vorstand ist Maryam Kamil Abdulsalam; sie steht kurz vor dem Abschluss ihres Jurastudiums und ist Stipendiatin des Avicenna Studienwerks e.V.. Erfahrungen in der Vorstandsarbeit hat sie bereits in zwei Ehrenämtern gesammelt. Für das AmF, bei dem sie seit 2011 Mitglied ist, schrieb sie im vergangenen Jahr den juristischen Teil der Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht im Verfahren der Erzieherin aus Baden-Württemberg gegen das dortige Kopftuchverbot in KiTas. Mit ihren rechtlichen Kenntnissen wird sie die Antidiskriminierungsarbeit des AmF durch Beratung und Tagungsteilnahmen unterstützen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Die übrigen Vorstandsfrauen wurden in ihren Ämtern bestätigt. Der Vorstand besteht jetzt (in alphabetischer Reihenfolge) aus: Shabana Ahmad, Gabriele Boos-Niazy, Maryam Kamil Abdulsalam, Meryam Meguenni-Lfakir, Katja Schöneborn, Maisa Tarakji und Maryam Brigitte Weiß.

Am Montag dieser Woche hatten wir die Gelegenheit, mit der Schulministerin Frau Löhrmann über die Situation nach dem BVerfG-Beschluss zu sprechen und am Mittwoch folgten wir einer Einladung der bildungspolitischen Sprecherin der Fraktion der Grünen Sigrid Beer sowie Ali Bas (Sprecher für berufliche Bildung und interreligiösen Dialog sowie Sprecher Arbeitskreis Grüne MuslimInnen).
Diese Gespräche verliefen in freundlicher und konstruktiver Atmosphäre. Wir legten unsere Vorstellungen hinsichtlich der im Schulgesetz notwendigen Änderungen (Ergänzungen und Streichungen) dar. Zusätzlich schlugen wir Maßnahmen vor, die sicherstellen sollen, dass Kopftuch tragende Frauen nunmehr ungehinderten Zugang zum Schuldienst erhalten und potentielle Konfliktsituationen von vornherein vermieden werden können. Dies soll sicherstellen, dass diejenigen, die zwischenzeitlich aus dem Schuldienst unfreiwillig ausgeschieden waren, wieder einsteigen können und die ausgebildeten Referendarinnen ihr Berufsleben beginnen können. Wir sind nach den Gesprächen zuversichtlich, dass das mit der Unterstützung der Schulministerin sowie Frau Beer und Herrn Bas gelingen wird.

Wir freuen uns, dass die von zwei Berliner Schwestern übernommene Vorstellung des Aktionsbündnisses im Rahmen der Berliner Islamwoche so schnell konkrete Früchte getragen hat: wir durften zwei neue Mitglieder begrüßen und haben damit die Marke von 400 Mitgliedern überschritten. Darauf sind wir stolz und es ist für unsere Arbeit sehr hilfreich, dass wir eine so große Gruppe von Frauen hinter uns wissen und ihr Gewicht (natürlich nur im übertragenen Sinn) in die Waagschale werfen können.

Unserer Hauptaktivitäten seit unserer Gründung Ende 2009 in Kurzform - auf dass sich noch viele muslimische Frauen zur Mitgliedschaft ermuntert fühlen - :

Kommentare/Stellungnahme zu aktuellen politischen Diskussionen:
Kommentar zur BMI-Studie "Lebenswelten junger Muslime"
Kommentar zur Studie des Familienministeriums zur Zwangsverheiratung
Stellungnahme zur aktuellen Diskussion um ein Kopftuchverbot für Schülerinnen
Stellungnahme zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts in NRW
Stellungnahme zur Beschneidungsdiskussion

Infoblätter:
Frauenrechte sind Menschenrechte (anlässlich des 100. Frauentages)
Lehramtsstudentinnen und Referendarinnen in NRW (rechtliche Bestimmungen zum Kopftuchverbot)
Das Kopftuch im Spiegel der Gesetze (GG, AGG und Kopftuchverbote)

Analysen:
Analyse des Buches: Lebenswelt muslimischer Jugendlicher von Toprak/El Mafaalani
Die Entwicklung der Rechtsprechung im Koedukativen Schwimmunterricht
Stellungnahme zu den vor dem Bundesverfassungsgericht anhängigen Klagen gegen das Kopftuchverbot im Schuldienst (auf Anfrage des Bundesverfassungsgerichts)
Analyse zum Einfluss des Verfassungsschutzes auf (theologische) Bildungsinhalte in den Schulen

Außerdem:
Teilnahme an einzelnen Projektgruppen der Islamkonferenz (u.a. Arbeitsmarkt und Rollenbilder) und Einfluss auf deren Endprodukte (wenn auch manchmal zu wenig).
Teilnahme an unterschiedlichsten Diskussionsveranstaltungen aus dem wissenschaftlichen, politischen oder Dialog-Bereich (als Referentinnen oder Teilnehmerinnen)

Vermittlung von Interviewpartnerinnen für Zeitung und/oder Radio/Fernsehen.
Vermittlung von Ansprechpartnerinnen für Verfanstaltungen oder als Interviewpartnerinnen für Bachelor- oder Masterarbeiten

Beantwortung von Anfragen unterschiedlichster Art (von der Suche nach einem Anwalt, einer Beratungsstelle, Informationen zu bestimmten Themen, meist aus dem Schulbereich, sowohl von Eltern als auch Lehrerseite bis hin zu Literaturhinweisen für Bachelor- und Masterstudenten).

Kontakte mit Wissenschaflern, die in "unserem" Bereich veröffentlichen.
Kontakte mit Politiker, die sich mit Integration beschäftigen.

Aufgreifen aktueller Beiträge in den Medien mit anschließendem Schreiben an die jeweiligen Protagonisten (mal mit einem Lob, mal mit Kritik verbunden), so z.B. an die Vizepräsidentin der Berliner Polizei, die ein Kopftuchverbot im Polizeidienst als unabdingbar für die Sicherstellung staatlicher Neutralität hält, oder dem Abteilungsleiter Migration der AWO, der die Diskriminierung von Mädchen mit Kopftuch bei der Arbeitssuche als Tatsache, an der man nicht viel ändern könne, definiert oder mit Leitungen von Volkshochschulen, die sportwilligen Frauen den Zugang mit Kopftuch verwehren aber auch mit dem Inhaber einer Buchhandelskette, der einen schon verwehrtes Praktikum einer Kopftuch tragenden Schülerin doch möglich machte.

 

Am 29.09.2012 trafen sich zahlreiche Mitglieder des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen in Deutschland zur jährlichen Mitgliederversammlung.

Der Versammlung voran ging ein Seminar, mit regem Austausch über unterschiedliche Themen, die das Vereinsleben im letzten Jahr prägten. In den Blick genommen wurden auch die anstehenden Aufgaben, der Ausbau der internen Vernetzung und der Webpräsenz sowie die Weiterführung der Arbeit aus vielfältigen Kontakten mit Akteuren aus Politik und unterschiedlichsten Institutionen.

Abschließend wurde ein neuer Vorstand gewählt; wieder dabei sind (in alphabetischer Reihenfolge): Gabriele Boos-Niazy, Tuba Işık, Katja Schöneborn und Maryam Weiß, neu hinzugekommen sind Raida Chbib, Fouzia El Jaouhari und Meryam Meguenni-Lfakir.

Riem Spielhaus erhält Augsburger Wissenschaftspreis 2010. Die Islamwissenschaftlerin ist Gründungsmitglied des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen.

Der Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien 2010 geht an die Berliner Islamwissenschaftlerin Dr. Riem Spielhaus / Förderpreisträger ist der Marburger Sozialpsychologe Christian Issmer / Preisverleihung am 22. Juni 2010 im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses.

Link zur Pressemitteilung hier.

Das Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland e.V. lud am 21.03.10 zur ersten Mitgliederversammlung in Bonn ein.
Nach Vorstellung der Aktivitäten der vergangenen vier Monate, gab der Vorstand einen Ausblick auf anstehende Aktivitäten und Aufgaben. In Kürze wurde die Bildung von Arbeitsgruppen umrissen, die in Zukunft verschiedene Themen bearbeiten sollen.
Im Anschluss fanden die Vorstandswahlen statt; es stellten sich 13 Kandidatinnen zur Wahl.

Mit sehr großer Zustimmung (65 von 67 Stimmen) wurde Tuba Isik-Yigit wiedergewählt, die zusätzlich zu Ihrem Engagement im AmF auch Mitglied der kommenden Islamkonferenz ist.

Insgesamt setzt sich der neue Vorstand wie folgt zusammen (in alphabetischer Reihenfolge):
1. Soraia Adgham
2. Gabriele Boos-Niazy
3. Tuba Isik-Yigit
4. Gülüzar Keskin
5. Katja Schöneborn
6. Nurhan Soykan
7. Maryam Brigitte Weiß

Damit wird das AmF nun von deutsch-, türkisch- und arabisch/italienischstämmigen Vertreterinnen repräsentiert und symbolisiert damit ansatzweise die Vielfalt der Mitglieder.

Der neue Vereinsvorstand freut sich auf die zukünftigen, sicherlich interessanten Herausforderungen und hofft auf rege Unterstützung durch die Mitglieder.

Am 22.November 2009 gründete sich ein bundesweiter Verein zur Vertretung der Interessen muslimischer Frauen in Deutschland.

Das seit 2007 bestehende Aktionsbündnis hat sich eine vereinsrechtliche Struktur gegeben. Mit der Gründung eines bundesweiten Vereins streben muslimische Frauen an, gemeinsame Anliegen besser zu vertreten. Der Verein setzt sich für die Verbesserung der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe von Musliminnen ein. Er wendet sich gegen nationalistische und rassistische Anschauungen und fördert das interreligiöse und interkulturelle Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Besonderes Anliegen des Vereins ist die Förderung muslimischer Frauen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte. Die Gründung der Interessenvertretung muslimischer Frauen wurde unterstützt durch das Dialogforum, in dem sich muslimische Vertreterinnen und Mitarbeiterinnen von Bundesministerien seit 5 Jahren regelmäßig auf gemeinsame Einladung der Bundesintegrationsbeauftragten, des BmFSFJ und der Muslimischen Akademie in Deutschland beraten.

Der Vorstand erklärte anlässlich der Gründung: „Muslimische Frauen sind bisher immer noch zu wenig auf politischer und zivilgesellschaftlicher Ebene repräsentiert.“ Er führt weiterhin aus: „Unter anderem strebt das Aktionsbündnis an, muslimische Frauen in Gremien der Bundesregierung wie z.B. der Deutschen Islamkonferenz und Anhörungen in deutschen Parlamenten zu vertreten.“

Gabriele Boos-Niazy, Mitglied des Vorstands, sagte dazu: „Wir alle sind politisch und zivilgesellschaftlich aktiv. Einige unserer Gründungsmitglieder sind innerhalb islamischer Organisationen engagiert, andere in islamischen Fraueninitiativen.“

Neben der Gründung eines Vereins wurde die Tagung zur Vernetzung und Abstimmung mit der bundesweiten Frauenhauskoordinierung genutzt.

Kontakt
info@www.muslimische-frauen.de
Postfachadresse: 250201, 50518 Köln

Gabriele Boos-Niazy (Stelv. Vorsitz)
Tuba Isik-Yigit (Vorstandsmitglied)
Gülüzar Keskin (Vorstandsmitglied)
Ayten Kilicarslan (Vorsitz)
Sevgi Sentürk (Kassenwart)
Katja Schöneborn (Vorstandsmitglied)
Selma Öztürk (Vorstandsmitglied)

Köln, 23.11.2009