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Die Welt, die sich nicht gerade in islamfreundlicher Berichterstattung hervorgetan hat, berichtet über fünf muslimische Frauen, die trotz Kopftuch Karriere gemacht haben. Leider wird auf die problematische Arbeitsmarktsituation nicht eingegangen, obwohl es sicherlich kein Zufall ist, dass vier der fünf Frauen selbständig sind und nur eine bei einer Firma angestellt ist.

Ein Kommentar unseres Mitglieds Riem Spielhaus zur aktuellen Integrationsdiskussion

In den Zeitungen der vergangenen Tage schienen wieder einmal Chimären der kulturellen Reinheit auf. Da erklärt das Feuilleton, was und wie der Islam wirklich ist, anstatt innermuslimische Dispute und Realitäten in ihrer Vielfalt zur Kenntnis zu nehmen. Wieder werden Idealtypen des "Deutschen" und des "Islams" gegeneinandergestellt. In einem Mantra der Selbstvergewisserung dient der Islam erneut als Projektionsfläche für die nationale Identität. Weiterlesen…

Paderborn (WB). Wenn am Montag die Deutsche Islamkonferenz einen neuen Anlauf nimmt, sitzt die Paderborner Religionswissenschaftlerin Tuba Isik-Yigit mit am Tisch in Berlin. Die 28-jährige Doktorandin arbeitet an der Universität der Paderstadt am Aufbau eines Studienganges für islamische Religionslehrer mit.

Bei zwei vorbereitenden Treffen zur Islamkonferenz haben alle Beteiligten - Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen und muslimischer Verbänden sowie zehn muslimische Einzelpersonen - bereits einen groben Rahmen abgesteckt. »Am Montag wollen wir dann konkrete Vorschläge erarbeiten. Es geht dabei unter anderem um die Etablierung von Ausbildungsstätten für islamische Religionslehrer und Imame sowie Themen wie extremistischer Islamismus und Geschlechtergerechtigkeit«, sagt Tuba Isik-Yigit im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Sie ist als Einzelperson zur Konferenz entsandt, fühlt sich aber besonders den Anliegen des im Jahr 2007 gegründeten Aktionsbündnisses muslimischer Frauen verpflichtet, dessen Vorstand sie angehört.

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Von Bernd Bexte. Erschienen am 12.05.2010 im Westfalen-Blatt.