Springe zum Inhalt

Über Uns

Das Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland (AmF) ist die größte verbands- und parteiunabhängige Organisation muslimischer Frauen in Deutschland. Unsere Mitglieder haben unterschiedliche nationale Herkunft und religiöse Facetten. Unsere Mitglieder haben unterschiedliche nationale Herkunft und religiöse Facetten. Darunter sind Frauen mit Verbandserfahrung, Initiatorinnen großer und kleiner eingetragener Vereine und Frauen, die bisher in keiner anderen Grupp aktiv waren.

Unsere Ziele:

Unsere Hauptaufgabe ist die Interessenvertretung muslimischer Frauen gegenüber der Politik, der deutschen Öffentlichkeit und innerhalb der muslimischen Community. Ein weiteres Ziel ist die Förderung der politischen Bildung und der internen Vernetzung muslimischer Frauen. Die Bearbeitung theologischer Fragen gehört nicht zu unseren Aufgaben.
Langfristig sind die Durchführung eigener Projekte (in Zusammenarbeit mit nicht-muslimischen Frauenorganisationen) und die bundesweite Unterstützung von Einzelprojekten geplant.

  • Wir verfassen Stellungnamen und Analysen zur Fragestellungen, die die Gleichstellung muslimischer Frauen betreffen.
  • Wir vermitteln Expertinnen und Referrentinnen für Tagungen, Vorträge und wissenschafltiche Veranstaltungen.
  • Wir beraten muslimische Frauen in Diskriminierungsfällen hinsichtlich der Rechtslage.
  • Wir setzen uns proaktiv und in Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Gruppen für die Rechte muslimischer Frauen ein.
  • Unseren Mitgliedern bieten wir eine Plattform zum internen Austausch.

Bisherige Arbeit:

Das Aktionsbündnis muslimischer Frauen wurde als gemeinnütziger Verein Ende 2009 gegründet. Zunächst ging es um die Schaffung einer breiten Basis, die uns im Jahr 2010 die Mitgliedschaft im deutschen Frauenrat ermöglichte. Seit 2012 ist das AmF darüber hinaus Mitglied bei UN-Women Deutschland.

Die Interessenvertretung muslimischer Frauen erreicht das AmF hauptsächlich durch das Verfassen von Artikeln, Stellungnahmen, Studien- und Buchanalysen und durch das Vermitteln von Referentinnen für wissenschaftliche und journalistische Fragestellungen.

Das AmF hat mehrere Stellungnahmen für das BVerfG zum Kopftuch im Schuldienst (2015), dem Kopftuchverbot im KiTa-Bereich (2016) und dem Kopftuch von Rechtsreferendarinnen (2017) erstellt. Sowohl das Kopftuchverbot im Schuldienst als auch in der KiTa wurden vom BVerfG aufgehoben. Eine Entscheidung zum Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen steht noch aus.

Außerdem arbeitete das AmF bei der Erstellung des Alternativberichts zum 7. und 8. CEDAW-Staatenbericht mit, der Ende 2016 erschien.

Durch die Beteiligung der damaligen Vorstandsvorsitzenden Tuba Isik war das AmF indirekt an der Deutschen Islamkonferenz II (2010 bis 2015) verteten. In der Arbeitsgruppe "Geschlechtergerechtigkeit als gemeinsamen Wert leben", in der es auch um den Zugang von MuslimInnen zum Arbeitsmarkt ging, arbeiteten wir an  zwei Handreichungen mit.

Im Zuge der Förderung von politischer Bildung hat das AmF mehrere Tagungen organisiert, die sich mit den Themen "Empowerment muslimischer Frauen", "Geschlechtergerechtigkeit" und "Diskriminierung als Nährboden für Radikalisierung" auseinandergesetzt haben. Im Jahr 2016 wurde in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Tagung zum Thema „Islamischer Feminismus“ ausgerichtet.

Unsere Leitlinien:

Das AmF wurde aus der Erfahrung gegründet, dass muslimische Frauen eine bessere Vernetzung untereinander und eine stärkere Interessenvertretung brauchen. Daraus ergibt sich ein an Toleranz und Kooperation orientiertes Selbstverständnis.

Basis unserer Aktivitäten sind das Grundgesetz, die Menschenrechte ebenso wie die im Islam fundierten Leitprinzipien der Menschenwürde, des verantwortlichen Handelns vor Gott und den Menschen und des Zusammenlebens aller Menschen in Frieden und Gerechtigkeit.

Wir setzen daher die Bereitschaft voraus,

  • Andersdenkende und -lebende zu akzeptieren,
  • in Äußerungen und Verhaltensweisen andere weder zu diskriminieren noch zu bevormunden,
  • Gemeinsamkeiten statt Unterschiede zu betonen,
  • Kompromisse einzugehen und
  • bei Meinungsverschiedenheiten und Konflikten nach Lösungen zu suchen, die allen Seiten gerecht werden.