Vorstand
Gabriele Boos-Niazy (Vorstandsvorsitzende)
Tuba Isik-Yigit (Vorstandsvorsitzende)
Gülüzar Keskin (Vorstandsmitglied)
Maryam Brigitte Weiß (Vorstandsmitglied)
Soraia Adgham (Vorstandsmitglied)
Katja Schöneborn (Vorstandsmitglied)
Nurhan Soykan (Vorstandsmitglied)
Gabriele Boos-Niazy ist Sozialwissenschaftlerin mit zusätzlicher Islamologie-Ausbildung. Ihre fachliche Auseinandersetzung mit dem Islam begann vor etwa 25 Jahren im Rahmen ihrer Diplomarbeit, die sich mit den Integrationsprozessen bi-kultureller Partnerschaften, bei denen die Frau aus dem hiesigen, der Mann aus einem islamisch geprägten Kulturkreis stammt, befasste.
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Frauenbeauftragten des Zentralrates der Muslime in Deutschland e.V., Frau Maryam Weiß, nahm sie an einer Arbeitsgruppe zur Erstellung des Nationalen Integrationsplans teil.
Themen des religiösen Dialogs und des praktischen interkulturellen Alltags in der Schule liegen ihr besonders am Herzen; dazu hat sie Vorträge im Rahmen der Sonntagsseminare des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen e.V. in Köln gehalten.
Derzeit engagiert sie sich bei der “Initiative für Selbstbestimmung in Glaube und Gesellschaft” (www.isgg.de), die sich gegen das Kopftuchverbot für Lehrerinnen einsetzt sowie im neu gegründeten Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland e.V.
Tuba Işık-Yiğit ist gebürtige Mainzerin. Sie ist Magister Juristin und Pädagogin. Während des Studiums absolvierte sie zusätzlich einen universitären Weiterbildungsstudiengang zur Islamischen ReligionslehrerIn an der Universität Osnabrück. Durch diese Fortbildung und Auslandssemester an theologischen Fakultäten in der Türkei liegt ihr Schwerpunkt insbesondere auf Islamischer Religionspädagogik. Seit Februar 2010 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften an der Universität Paderborn. Ein wesentlicher Beitrag von ihr besteht darin, die Etablierung eines Forschungsverbundes „Islamische Theologie“ an der Universität Paderborn mit dem Ziel der Schaffung der Infrastruktur für einen Lehramtsstudiengang „Islamische Religionslehre“ an derselben Universität mitzutragen. Tuba ist als Multiplikatorin des bundesweiten Projekts „Gegen häusliche Gewalt“, der türkischen Tageszeitung Hürriyet ausgebildet und ist eine der Moderatorinen des Jugenddialog 2020 Projektes.
In Bahrain wurde sie in einem Kooperationsprojekt des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten zu einer qualifizierten Moscheeführerin ausgebildet, wo sie vor Ort über zwei Monate insgesamt 1500 deutsche Touristen durch die größte Moschee Bahrains führte. Ferner schult sie sporadisch als freie Referentin in diversen Einrichtungen nicht-muslimische Fachkräfte inhaltlich zum Islam.
Tuba ist Teilnehmerin der neuen Islamkonferenz und wird unsere Interessen dort vertreten.
Gülüzar Keskin ist in der Türkei geboren und kam als Kind eines türkischen Lehrers 1973 nach Deutschland. Sie studierte Rechtswissenschaften und spezialisierte sich danach im Bereich Konferenzdolmetschen und Übersetzen. Zurzeit absolviert sie ein Weiterbildungsstudium in Mediation.
Sie ist Gründungsmitglied des Internationalen Akademiker Bundes Hessen (IABH e.V. Hessen) und engagierte sich schon früh für Schüler mit Migrationshintergrund und arbeitete im Bereich der Integration.
1998 zog sie mit ihrer Familie in den Kölner Raum. Dort war sie bis 2007 als Vorstandsmitglied der Islam Info e.V. zuständig für den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.
Seit 2000 engagiert sie sich in verschiedenen Mitgliedsvereinen des Islamrats für die BRD, einem Dachverband der Muslime, in dem sie seit 2007 Vorstandsmitglied ist. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem christlich – islamischen Dialog, in dessen Rahmen sie im Cibedo und im Interreligiösen Beirat des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration in NRW vertreten ist. Die Auseinandersetzung mit der Situation der muslimischen Frauen in der Gesellschaft, Beruf und Familie hat sie zur Übernahme einer Vorstandsposition im Aktionsbündnis motiviert.
Maryam Brigitte Weiß ist Hauptschullehrerin mit zusätzlicher Islamologie-Ausbildung und einem pädagogischen Studium der Erwachsenenbildung. Sie engagiert sich seit ungefähr 15 Jahren für den Zentralrat der Muslime in Deutschland. Ihre Arbeit dort begann im Pädagogischen Fachausschuss für die Entwicklung von Lehrplänen für den islamischen Religionsunterricht. Sie ist außerdem die Frauenbeauftragte und Mitglied des ZMD-Vorstandes.
Als Lehrerin mit Kopftuch in NRW ist sie von der Kopftuch-Gesetzgebung betroffen und hat 2005 mit anderen Betroffenen die ISGG (Initiative für Selbstbestimmung in Glaube und Gesellschaft – www.isgg.de) gegründet und ist deren Sprecherin. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat sie Kontakte zu den politischen Parteien, den christlichen Kirchen und verschiedenen Menschenrechtsorganisationen aufgebaut.
Sie war schon Mitglied des Vorstands des BFmF (Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. in Köln), hält dort regelmäßig Sonntagsseminare zu Themen des praktischen interkulturellen Alltags und hat jahrelang als Kassenwartin im Vorstand der Deutschen Muslimliga Hamburg mitgewirkt.
Ihre Themen sind allgemein die Teilhabe der muslimischen Frauen am Arbeitsmarkt und im gesamten gesellschaftlichen/politischen Leben, Schutz von Frauen vor Gewalt jeglicher Art, Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen im hiesigen Schulsystem.
Soraia Adgham ist in Italien geboren. Sie ist in einer multikulturellen Familie mehrsprachig aufgewachsen und beherrscht Italienisch, Arabisch und Deutsch fließend. Seit ihrem 16. Lebensjahr lebt sie in Deutschland, hat in Essen die Schule besucht und mit Abitur abgeschlossen. Seit 2006 studiert sie Bildungswissenschaft an der Fernuniversität in Hagen.
Ihre Sprachkompetenzen setzt sie ein, indem sie seit Jahren Arabischunterricht für Kinder anbietet und arabischsprachigen muslimischen Frauen Unterricht und Vorträge in den Bereichen religiöse Bildung, arabische Sprache und Kindererziehung hält.
Sie war lange Zeit sowohl im Elternbeirat des Kindergartens als auch in der Grundschule tätig und hat in einem Team von Lehrern, Eltern und Schülern an der Konzeption des Ganztagsschulbetrieb des AVH-Gymnasiums mitgearbeitet.
Schließlich verfügt sie über umfangreiche Erfahrung im Bereich der Jugendarbeit und organisiert religiöse und freizeitliche Aktivitäten für muslimische Mädchen und ist Mitglied des BFmF e.V.
Sie hat sich an der Organisation von Veranstaltungen und Kulturfesten auf kommunaler Ebene beteiligt und im Rahmen des Projekts “KOMM-IN NRW – Innovation in der kommunalen Integrationsarbeit” an der Gründung des Integrationsrats in Bornheim mitgewirkt.
Katja Schöneborn ist Kursleiterin für „Deutsch als Fremdsprache“, lizensierte Prüferin im Bereich Deutschtest für Zuwanderer und studiert Bildungswissenschaften. Als Gründungsmitglied des Begegnungs- und Fortbildungszentrums muslimischer Frauen e.V. in Köln u.a. war sie lange im Bereich Integration tätig. Seit einigen Jahren widmet sie sich auch Jugendarbeit, insbesondere den muslimischen Mädchen unterschiedlichen Alters. Für sie organisiert sie gemeinsam mit anderen aktiven muslimischen Frauen Wochenendaktivitäten, die auch mit religiöser Bildung verbunden sind. Die Bildung von Frauen und Kindern – hier findet die Weichenstellung zu nachhaltiger Verbesserung der Situation statt – unterstützt sie auch mit ihrer Mitgliedschaft im Islamischen Frauenverbands für Bildung und Erziehung in Deutschland IFBED e.V.
Jetzt hat sie mit der Wahl in den Vorstand des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen eine weitere Aufgabe übernommen.
Nurhan Soykan ist in der Türkei geboren und im Alter von drei Jahren nach Deutschland eingewandert. Sie hat in Köln Jura studiert und arbeitet seit 2005 als Rechtsanwältin. Ihre Tätigkeitsschwerpunkte sind Baurecht, Familienrecht und Verwaltungsrecht.
Von Februar 2007- 2009 arbeitete sie als Pressereferentin des Zentralrates der Muslime in Deutschland. Im Rahmen ihrer Tätigkeit beim ZMD arbeitete sie in zahlreichen Gremien mit, so z.B. im Ökumenischen Vorbereitungsausschusses der interkulturellen Woche des ausländischen Bürgers, im Arbeitskreises Religion und Integration (ARI) und im Netz gegen Rassismus.
Außerdem nahm sie an der AG 2 der Deutschen Islamkonferenz teil und ist in unterschiedlichen Arbeitsgruppen des KRM engagiert (AG für den Tag der offenen Moschee, „Islamischer Religionsunterricht“, „Integration durch Sport“). Zudem ist sie als Referentin des Managementkollegs der Polizeihochschule Münster tätig.
Seit Anfang 2009 bekleidet sie keine offizielle Funktion im ZMD, ist aber immer noch unterstützend und beratend tätig. Ihre Mitarbeit in den Gremien führt sie weitgehend fort.
Seit dem 21.03.10 ist sie Vorstandsmitglied im Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland e.V.