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Erster Fachworkshop im Rahmen des von Robert Bosch Stiftung geförderten Projekts

Am 26.10 fand der erste Fachworkshop im Rahmen unseres Projekts "Muslimische Frauen für mehr Teilhabe" statt, das durch die Robert Bosch Stiftung gefördert wird. Ziel des Workshops mit dem Titel "Barrierefreier Zugang für Frauen sichtbarer Minderheiten zum Arbeitsmarkt" war es, Akteure aus dem Bereich Arbeitsmarkt an einen Tisch zu bringen. Wir konnten Teilnehmerinnen aus dem Jobcenter und der Arbeit mit Geflüchteten und Vertreterinnen aus Bildungseinrichtungen und verschiedenen Berufsfeldern gewinnen.
Wir starteten den Tag mit einer kurzen Vorstellungsrunde und einem Vortrag zum rechtlichen Hintergrund für den Abbau von Barrieren für Minderheiten. Danach folgten mehrere Inputs von 10 Minuten, um verschiedene Aspekte des Themas zu beleuchten. Durch die praxisnahen Berichte kam es zu den ersten angeregten Diskussionen. Insgesamt kristallisierten sich drei Spannungsfelder heraus: 1. Die Strukturen, denn Angebote für einen guten Arbeitsmarktzugang sind vorhanden, werden aber nicht von allen Frauen wahrgenommen; 2. Die Haltung der Arbeitgeber*innen und Ausbilder*innen, die - auch bedingt durch ausgrenzende Diskurse – von Vorurteilen geprägt sein kann; 3. Der Habitus der Zielgruppe, die Empowerment benötigt um alle Möglichkeiten zur Erlangung einer gleichberechtigten Teilhabe auszuschöpfen.
Dabei zeigte sich, dass viele potentielle Verbündete zugleich auch Teil eines Spannungsfelds sein können. Das macht eine offene Kommunikation besonders wichtig. In einer abschließenden Diskussionsrunde haben wir gemeinsame Anliegen formuliert. Ziel ist es, Vielfalt sichtbar zu machen. Eine wichtige Rolle dabei kann das stärkere Bekanntmachen bereits vorhandener Projekte als Best Practice spielen. Außerdem ist eine stärkere Zusammenarbeit mit Arbeitgeber*innen und Fachgremien notwendig. Neben vielen thematischen Anregungen konnten alle Teilnehmerinnen wertvolle Kontakte für mögliche zukünftige Kooperationen knüpfen.

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