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„Zwischen Geschlechtergerechtigkeit und Diskriminierung“ – Zur Partizipation und Interessenvertretung für Musliminnen in Deutschland

Die erste Tagung des Aktionsbündnisses zielt darauf ab, möglichst viele muslimische Frauen in die Diskussion
über ihre dringlichsten Probleme einzubeziehen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, Musliminnen bei der
Durchsetzung ihrer im Grundgesetz verbürgten Rechte auf Menschenwürde, körperliche Unversehrtheit, Religions- und Meinungsfreiheit zu unterstützen. Musliminnen treffen einerseits auf Defizite und Missstände innerhalb der eigenen Gemeinschaften und Familien, andererseits gilt es auch in Gesellschaft und Politik Gehör zu finden. Viele Frauen kennen ihre Rechte und Möglichkeiten bisher noch zu wenig. Wie sie ihre Interessen zukünftig besser in der Öffentlichkeit vertreten, sich in interkulturellen und interreligiösen Dialogen engagieren und am gesellschaftlichen und politischen Leben partizipieren können, erarbeiten sie gemeinsam während dieser Tagung.

Tagungsziele:

  • das Erkennen und Stärken der vielfältigen Potenziale der Frauen in unterschiedlichen Zusammenhängen
  • die gegenseitige Information und der Austausch über Initiativen für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Diskriminierung
  • die Verbesserung der Medienkompetenz, die Voraussetzungen einer erfolgreichen Teilnahme an der gesellschaftspolitischen und medialen Diskussion ist
  • die Formulierung der spezifische Anliegen muslimischer Frauen im Hinblick auf Geschlechtergerechtigkeit
  • die Erarbeitung gemeinsamer Handlungsstrategien

Nähere Infos zu Ort, Programm und Anmeldung hier.

IIS-FORUM Muslime im OfflineModus - Die Islamdebatte in der Endlosschleife?
Datum: Samstag, 18. Dezember 2010, 17.00 Uhr.
Ort: Saalbau Gutleut, Rottweiler Str. 32, 60327 Frankfurt

In letzter Zeit werden mehrere Diskussionen öffentlich bzgl. Muslime und dem Islam geführt. U.a. inwieweit Muslime brauchbar sind und ob der Islam zu Deutschland passt. Ob Bildung,Wohnen oder Arbeitsmarkt - der Islam wird dabei immer wieder als Problemfeld inszeniert.

Bist du unzufrieden, aber immer noch im Offlinemodus?

Im Zuge dieser Entwicklung möchten wir im Rahmen eines Podiumsgespräches der Frage nachgehen, wie wir gemeinsam als Einzelpersonen, Vereine oder Moscheegemeinden diesen antiislamischen Tendenzen effektiv entgegentreten können.

Eingeladene Gäste:
Ünal Kaymakci - stellvertretender Vorsitzender des IRH, Rechtsanwalt
Kübra Yücel - Journalistin und Bloggerin
Naime Cekir - Soziologin und Islamwissenschaftlerin, Vorsitzende Kompetenzzentrum muslimischer Frauen
Mit Videogastbeitrag von
Aiman Mazyek - Vorsitzender des ZMD

Podiumsgespräch zum Thema „Das Frauenbild in der christlichen/ muslimischen Tradition und Überlieferung“

Referentinnen:
Dr. Ruth Schäfer (kath. Theologin)
Nuria Samel (Aktionsbündnis muslimischer Frauen e.V.)

Wann?:
Donnerstag, 9.12.2010
ab 16 Uhr

Wo?:
Ruhr-Universität Bochum
Hörsaal HNC 20

Der Eintritt ist frei!

Spanische Amt für Entwicklungszusammenarbeit (AECID), das spanische Ministerium für Gleichstellung und einigen weiteren Sponsoren in Kooperation mit Junta Catalana Islamica, der iranischen und amerikanischen Botschaft in Spanien veranstaltete vom 21. bis 24. Oktober 2010 seinen vierten Congress über „Islamischen Feminismus“. Die Veranstalter legten den Schwerpunkt auf die Analyse des derzeitigen Stands der Bewegung und dessen zukünftigen Perspektiven. Es gilt die Ablehnungsgründe gegenüber Islamischen Feminismus -sowohl unter Nicht-Muslimen und Muslimen- zu ergründen und über Möglichkeiten, diesen adäquat zu begegnen, nachzudenken. Worin liegen die Potenziale des IF, die Situation der muslimischen Frauen in den unterschiedlichen Kontexten zu verändern, in denen sie diskriminiert werden. ...weiterlesen "4. Internationaler Kongress Islamischer Feminismus, 21-24 Oktober 2010 in Madrid, Spanien"

Immer mehr junge Muslime engagieren sich in der Politik oder der Wirtschaft. Sie schreiben für verschiedene Medien, sind im sozialen Sektor aktiv und akademisch erfolgreich. Sie stehen für Innovation und kulturellen Reichtum in Deutschland.

Diesen jungen Muslimen möchte Zahnräder - Netzwerk junger muslimischer Köpfe eine Plattform bieten, auf der sie einander kennenlernen, Ideen und Visionen austauschen und Projekte entwickeln können.

Vom 24. bis zum 26. September findet in Wuppertal die erste Zahnräder-Konferenz statt. Die erste Bewerbungsphase ist bereits abgelaufen, allerdings gibt es noch die zweite Bewerbungsphase, die am 08.08.2010 enden wird.

Macht mit und bewerbt euch!

Mehr Informationen auf netzwerk-zahnraeder.de

Unter diesem Titel veranstaltete die Frauenbrücke Ost-West in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Augsburg und der Bundeszentrale für politische Bildung vom 26. - 28. März 2010 eine Tagung in Augsburg.

Zum ersten Mal seit ihrer Gründung beschäftigte sich eine Tagung der Frauenbrücke Ost-West mit dem Thema Religion und lud dazu Frauen unterschiedlicher religiöser Richtungen ein.
Zu Beginn gab Dr. Elif Özmen in einem eindrucksvollen Vortrag u.a. einen Einblick in die inhaltliche Wandlung des Toleranzbegriffes im Laufe der Geschichte, danach ging es um die christliche Grundlage politischen Engagements der Kirchen (Dr. Bertelmann). Anschließend wurde - unter dem Titel „Mutige Frauen im kirchlichen Gewand“ - das Leben von Edith Stein vorgestellt und Alexandra Caspari berichtete über ihr Lebens als erste deutsche Alt-Katholische Priesterin. ...weiterlesen "Frauen! Frieden! Freiheit! – Der Einfluss der Religionen auf Demokratie und Gleichstellung"

Mit diesem interessanten Thema befasste sich am 15.04.2010 die Studentische Initiative "Global-Market-Forum" der Frankfurt School of Fnance & Management unter der Federführung von Savas Bayram. Der Sozialwissenschaftler Kamuran Sezer, die Rechtsanwältin Kadriye Aydin, Professor Dr. Erich Barthel, die Zahnärztin Ezhar Cezairli und die Autorin Ines Balcik diskutierten über verschiedene Facetten der beruflichen Integration muslimischer Frauen, über damit verbundene Herausforderungen und Lösungsstrategien.

Den Bericht zur Tagung finden Sie hier.

In Deutschland schwankt die geschlechtsspezifische Lohnlücke je nach Statistik zwischen 20 und 30 Prozent. Das Statistische Bundesamt ermittelt 23 Prozent Verdienstgefälle für das Jahr 2007, und sie stagniert seit Jahren. Der sogenannte Gender Pay Gap als Thema ist seit 100 Jahren aktuell geblieben und das, obwohl der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ mittlerweile rechtlich mehrfach verankert ist. Formal dürften also keine Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern auftreten.
Diese Differenz ist auf eine Vielzahl von Ursachen zurückzuführen. So arbeiten Frauen häufiger in Branchen, in denen das Entgeltniveau niedriger ist, sind Frauen seltener in gut bezahlten Führungspositionen vertreten und verfügen über weniger Berufsjahre, was sich negativ auf Gehaltsentwicklungen auswirkt. Bestehende Rollenbilder beeinflussen die Aufgabenverteilung in den Familien und das sich auf das Einkommen auswirkende Berufswahlverhalten. Schließlich sind staatliche Rahmenbedingungen für die Entgeltunterschiede mitverantwortlich.

Um auf die Entgeltunterschiede in Deutschland aufmerksam zu machen, hat der Business and Professional Women Germany e. V. 2008 den ersten Equal Pay Day / Tag der Entgeltungleichheit in Deutschland initiiert. Am 26. März 2010 fand in Berlin am Brandenburger Tor der dritte Equal Pay Day statt, der in diesem Jahr vom Deutschen Frauenrat aufgerufen und organisiert wurde, an dem auch das Aktionsbündnis muslimischer Frauen teilnahm. Der Deutsche Frauenrat ist der Zusammenschluss von mehr als 55 bundesweit agierenden Frauenverbänden und -gruppen gemischter Verbände und Organisationen. Gemeinsames Ziel ist die Durchsetzung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Bereichen der Gesellschaft und Politik.

Der Deutsche Frauenrat bringt mit der Unterstützung seiner zahlreichen Mitgliedsverbände das Thema in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Ziel ist, die Bundesregierung, die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft und die Gewerkschaften zu veranlassen, die Ursachen der Engeltungleichheit anzugehen und Lösungen zu finden.

Mehr zu dem Thema findet man beim Frauenrat oder unter www.equalpayday.de.

Zusammengestellt von: Saima Mirvic-Rogge
Berlin, 31.03.2010