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Die Welt, die sich nicht gerade in islamfreundlicher Berichterstattung hervorgetan hat, berichtet über fünf muslimische Frauen, die trotz Kopftuch Karriere gemacht haben. Leider wird auf die problematische Arbeitsmarktsituation nicht eingegangen, obwohl es sicherlich kein Zufall ist, dass vier der fünf Frauen selbständig sind und nur eine bei einer Firma angestellt ist.

Ein Kommentar unseres Mitglieds Riem Spielhaus zur aktuellen Integrationsdiskussion

In den Zeitungen der vergangenen Tage schienen wieder einmal Chimären der kulturellen Reinheit auf. Da erklärt das Feuilleton, was und wie der Islam wirklich ist, anstatt innermuslimische Dispute und Realitäten in ihrer Vielfalt zur Kenntnis zu nehmen. Wieder werden Idealtypen des "Deutschen" und des "Islams" gegeneinandergestellt. In einem Mantra der Selbstvergewisserung dient der Islam erneut als Projektionsfläche für die nationale Identität. Weiterlesen…

Thilo Sarrazins „Initialzündung“ hat Gespenster aufgescheucht, von deren endgültigem Verschwinden wir schon überzeugt gewesen waren. Es ist erschütternd, wie unwidersprochen etliche selbsternannte KämpferInnen gegen eine in ihren Augen drohende Islamisierung durch ihre emotional aufgeladenen und fachlich nicht belegbaren Thesen tatsächlich nur gegen eines in Stellung gehen: gegen das Grundgesetz. Hier ist offensichtlich dringend Aufklärung notwendig.

Das Bundesverfassungsgericht hat sich 2003 (2 BvR 1436/02) ausführlich mit dem Thema Kopftuch befasst und in diesem Zusammenhang auch die Begriffe „Religionsfreiheit, Säkularer Staat, Staatliche Neutralität“ und „Negative Religionsfreiheit“ definiert.(1) ...weiterlesen "Stellungnahme zur aktuellen Diskussion um ein Kopftuchverbot für Schülerinnen"

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
als Sie vor zwei Monaten Ihr Amt antraten, konnten Sie dies gewiss nicht ahnen: Dass ein (ehemaliger) Bundesbankvorsitzender eine Debatte in Gang setzen würde, in der sich allgemeine Bedenken gegen eine verfehlte Integrationspolitik mit biologistischen Annahmen über mindere Intelligenz vermengen. Dass in sämtlichen Nachrichtenmagazinen, Zeitungen und Sendern pauschalisierend über etwaige intellektuelle, charakterliche, soziale und professionelle Defizite des muslimischen Bevölkerungsanteils diskutiert werden würde. Dass von Musliminnen und Muslimen – egal ob sie deutsche Staatsbürger sind oder auch hier geboren wurden – generalisierend als „Migranten“ gesprochen würde und wir sogar im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen die offizielle Rückkehr des Wortes „Ausländer“ erleben. ...weiterlesen "Presseerklärung zum 14.09.10 – Offener Brief deutscher Musliminnen und Muslime an den Bundespräsidenten Christian Wulff"

Immer mehr junge Muslime engagieren sich in der Politik oder der Wirtschaft. Sie schreiben für verschiedene Medien, sind im sozialen Sektor aktiv und akademisch erfolgreich. Sie stehen für Innovation und kulturellen Reichtum in Deutschland.

Diesen jungen Muslimen möchte Zahnräder - Netzwerk junger muslimischer Köpfe eine Plattform bieten, auf der sie einander kennenlernen, Ideen und Visionen austauschen und Projekte entwickeln können.

Vom 24. bis zum 26. September findet in Wuppertal die erste Zahnräder-Konferenz statt. Die erste Bewerbungsphase ist bereits abgelaufen, allerdings gibt es noch die zweite Bewerbungsphase, die am 08.08.2010 enden wird.

Macht mit und bewerbt euch!

Mehr Informationen auf netzwerk-zahnraeder.de

17. Mai 2010 Berlin, die Deutsche Islamkonferenz II wird mit ihrem neuen Gastgeber, dem Innenminister Dr. Thomas de Maizière und einem neuen Konzept nun fortgesetzt. Während Dr. Schäuble als Protagonist die Weichen für den Dialog mit Muslimen in Deutschland stellte, baut der heutige Innenminister auf diesem Erbe auf und nennt die Verbesserung der Teilhabe der MuslimInnen in Deutschland als Ziel der DIK.

Den gesamten Artikel findet ihr auf der Seite der Heinrich Böll Stiftung.

Riem Spielhaus erhält Augsburger Wissenschaftspreis 2010. Die Islamwissenschaftlerin ist Gründungsmitglied des Aktionsbündnisses muslimischer Frauen.

Der Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien 2010 geht an die Berliner Islamwissenschaftlerin Dr. Riem Spielhaus / Förderpreisträger ist der Marburger Sozialpsychologe Christian Issmer / Preisverleihung am 22. Juni 2010 im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses.

Link zur Pressemitteilung hier.

Unter diesem Titel veranstaltete die Frauenbrücke Ost-West in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Augsburg und der Bundeszentrale für politische Bildung vom 26. - 28. März 2010 eine Tagung in Augsburg.

Zum ersten Mal seit ihrer Gründung beschäftigte sich eine Tagung der Frauenbrücke Ost-West mit dem Thema Religion und lud dazu Frauen unterschiedlicher religiöser Richtungen ein.
Zu Beginn gab Dr. Elif Özmen in einem eindrucksvollen Vortrag u.a. einen Einblick in die inhaltliche Wandlung des Toleranzbegriffes im Laufe der Geschichte, danach ging es um die christliche Grundlage politischen Engagements der Kirchen (Dr. Bertelmann). Anschließend wurde - unter dem Titel „Mutige Frauen im kirchlichen Gewand“ - das Leben von Edith Stein vorgestellt und Alexandra Caspari berichtete über ihr Lebens als erste deutsche Alt-Katholische Priesterin. ...weiterlesen "Frauen! Frieden! Freiheit! – Der Einfluss der Religionen auf Demokratie und Gleichstellung"

Paderborn (WB). Wenn am Montag die Deutsche Islamkonferenz einen neuen Anlauf nimmt, sitzt die Paderborner Religionswissenschaftlerin Tuba Isik-Yigit mit am Tisch in Berlin. Die 28-jährige Doktorandin arbeitet an der Universität der Paderstadt am Aufbau eines Studienganges für islamische Religionslehrer mit.

Bei zwei vorbereitenden Treffen zur Islamkonferenz haben alle Beteiligten - Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen und muslimischer Verbänden sowie zehn muslimische Einzelpersonen - bereits einen groben Rahmen abgesteckt. »Am Montag wollen wir dann konkrete Vorschläge erarbeiten. Es geht dabei unter anderem um die Etablierung von Ausbildungsstätten für islamische Religionslehrer und Imame sowie Themen wie extremistischer Islamismus und Geschlechtergerechtigkeit«, sagt Tuba Isik-Yigit im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. Sie ist als Einzelperson zur Konferenz entsandt, fühlt sich aber besonders den Anliegen des im Jahr 2007 gegründeten Aktionsbündnisses muslimischer Frauen verpflichtet, dessen Vorstand sie angehört.

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Von Bernd Bexte. Erschienen am 12.05.2010 im Westfalen-Blatt.

Mit diesem interessanten Thema befasste sich am 15.04.2010 die Studentische Initiative "Global-Market-Forum" der Frankfurt School of Fnance & Management unter der Federführung von Savas Bayram. Der Sozialwissenschaftler Kamuran Sezer, die Rechtsanwältin Kadriye Aydin, Professor Dr. Erich Barthel, die Zahnärztin Ezhar Cezairli und die Autorin Ines Balcik diskutierten über verschiedene Facetten der beruflichen Integration muslimischer Frauen, über damit verbundene Herausforderungen und Lösungsstrategien.

Den Bericht zur Tagung finden Sie hier.